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Unterverzeichnis - Ebene 5

Mount Everest Nordroute 1992 - 8848 m

1992 Mount Everest Nord K

Mount Everest (8850 m) - Nepal - Tibet

Der Mount Everest, auch Sagarmatha (nepalesisch) oder Chomolungma (tibetisch), ist mit 8.848 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg der Erde und damit auch einer der Seven Summits. Er befindet sich im Khumbu-Himal in Nepal an der Grenze zu Tibet (Autonomes Gebiet Tibet); der westliche und südöstliche seiner drei Gipfelgrate bildet die Grenze. Auf nepalesischer Seite ist er Teil des Sagarmatha-Nationalparks, der zum UNESCO-Welterbe gehört.

Der Berg entstand, wie der gesamte Himalaya, als Folge der Plattentektonik durch die Kollision der indischen mit der Eurasischen Platte und ist nach dem britischen Landvermesser Sir George Everest benannt. Edmund Hillary und Tenzin Norgay gelang am 29. Mai 1953 die Erstbesteigung des dritten Pols. Am 8. Mai 1978 bestiegen Reinhold Messner und Peter Habeler den Gipfel erstmals ohne zusätzlichen Sauerstoff.

Namen des Mount Everest

Auf Nepali wird der Berg Sagarmatha (Stirn des Himmels) und auf Tibetisch Jo mo klungs ma (in offizieller Transkription: Qomolangma; „Mutter des Universums") genannt. Der chinesische Name Zhūmùlǎngmǎ Fēng ist eine phonetische Wiedergabe des Tibetischen. Die in Europa übliche Transkription lautet Chomolungma.

Sir George Everest notierte 1841 die Lage des Berges. Everest war im Dienst der englischen Krone als Chef aller britischen Geometer tätig und erwarb sich mit der Landvermessung Indiens große Verdienste. Der zunächst als „Peak b" bezeichnete Gipfel wurde 1848 erstmals von Indien aus vermessen. 1852 gab man dem Berg den Namen Gipfel XV. Der heutige Name Mount Everest wurde 1865 zu Ehren von Everest von dessen Nachfolger ursprünglich als Zwischenlösung eingeführt.

Geologie

Der Mount Everest ist, wie der gesamte Himalaya, während der alpidischen Gebirgsbildung entstanden. Die Konvergenz der Indischen Platte und der Eurasischen Platte führte zur Schließung der Tethys mit Beginn vor etwa 50 Millionen Jahren im Eozän und in Folge zur Kollision der Kontinente Indien und Asien. Die wesentlich kleinere Indische Platte schiebt sich nach wie vor mit einer Rate von etwa drei Zentimetern pro Jahr unter Eurasien. Der Mount Everest wächst infolge der mit der Kollision verbunden Verdickung der kontinentalen Kruste noch immer, allerdings nur wenige Millimeter im Jahr. Die fortdauernde Hebung wird dabei durch isostatische Ausgleichsbewegungen verursacht, die aus dem Dichteunterschied der gestapelten Kruste im Bereich des Gebirges und der (dichteren) Asthenosphäre folgt. Der Krustenblock erhält dabei einen Auftrieb wie ein Korken im Wasser.

Durch den hohen Umschließungsdruck und die hohen Temperaturen bei der Versenkung in den oberen Erdmantel wurden die ursprünglichen Krustengesteine metamorph umgewandelt. Im Everest-Massiv besteht die unterste Einheit der Gipfelpyramide (oberhalb 5400 Meter) hauptsächlich aus metamorphen Gesteinen, vor allem dunklen, biotitreichen Gneisen. Die Grenze zu den darüber liegenden Graniten ist durch pegmatitische Gänge relativ deutlich markiert. Der so genannte Nuptse-Granit ist ein heller Granit, der neben Quarz und Feldspat hauptsächlich Musovit, Biotit und Turmalin enthält. Er verwittert typischerweise zu großen Blöcken. Auf über 7500 Meter Höhe liegen metamorph überprägte Sedimentgesteine. Diese fossilreichen mikritischen Kalksteine bis Tonsteine enthalten Trilobiten, Ostrakoden sowie Seelilien und Haarsterne (Crionidenkalk). Sie haben eine helle gelbliche Farbe und werden als Gelbes Band bezeichnet. Sie wurden bei der Gebirgsbildung auf den kristallinen Sockel aus Gneisen und Graniten überschoben und fallen nach Südwesten ein. Daher sind die Gesteine an der Südwestseite des Everest niedriger anzutreffen als an der Nordseite. Die oberste Gipfelpyramide des Everest besteht aus grauem Kalkstein mit Einlagerungen von Sand und Schutt, der nur in geringem Maße der Metamorphose unterlag.

Topografie

Die Gipfelpyramide ist durch Erosion und gewaltige Gletscher modelliert. Die drei Hauptkämme – Westgrat, Nord-/Nordostgrat und Südostgrat – untergliedern den Gipfel in drei Hauptwände – Südwestwand, Nordwand und Ostwand (Kangshung-Flanke). Außerdem trennen die Grate die Drei sich vom Mount Everest und seinen Nachbargipfeln ergießenden Gletscher: Khumbu-Gletscher, Rongpu-Gletscher (auch Rongbuk-Gletscher) und Kangshung-Gletscher.

Südostgrat und Westgrat sowie deren Fortsetzungen bilden die weitere Grenze zwischen Tibet und Nepal. Der Südostgrat verbindet den Mount Everest mit dem 8516 Meter hohen Lhotse, der niedrigste Punkt dieses Grats ist der 7906 Meter hohe Südsattel (South Col). Im weiteren Verlauf setzt sich der Grat vom Lhotse in Richtung Lhotse Shar (8415 Meter) und Peak 38 (7591 Meter) fort. Der Westgrat läuft zunächst in einen Nebengipfel – die sogenannte Westschulter – aus, welche zum Lho-La-Pass (6606 Meter) abfällt und sich dann in die Bergkette aus Khumbutse (6636 Meter), Lingtren (6714 Meter) und Pumori (7138 Meter) fortsetzt. Der auf tibetischer Seite befindliche Nordgrat verbindet den Mount Everest mit dem 7543 Meter hohen Changtse. Vom Lhotse zieht auf nepalesischer Seite in westliche Richtung der lange Bergkamm des Nuptse (7861 Meter), der vom Mount Everest durch das Tal des Schweigens und den Khumbu-Gletscher getrennt wird.

Klima

Die klimatischen Bedingungen am Mount Everest sind extrem. Im Januar, dem kältesten Monat, beträgt die Durchschnittstemperatur auf dem Gipfel -36 °C und kann auf Werte bis zu -60 °C fallen. Auch im wärmsten Monat, dem Juli, steigen die Temperaturen nicht über die Frostgrenze, die Durchschnittstemperatur auf dem Gipfel beträgt dann -19 °C. Im Winter und Frühling herrschen Winde aus westlichen Richtungen vor. Die feuchtigkeitsbeladene Luft kondensiert zu einer weißen, nach Osten zeigenden Wolke (verfälschend häufig als Schneefahne bezeichnet). Wegen dieser Wolkenfahnen hielt man den Himalaya ursprünglich für eine Vulkankette. Anhand der Wolkenfahne des Mount Everest schätzen Bergsteiger auch die Windgeschwindigkeit auf dem Gipfel ab: Bei etwa 80 Kilometer pro Stunde steht sie rechtwinklig zum Gipfel, bei höheren neigt sie sich nach unten und bei niedrigeren nach oben. Im Winter prallt der südwestliche Jetstream auf den Gipfel und kann Windgeschwindigkeiten von bis zu 285 Kilometer pro Stunde verursachen. Von Juni bis September gelangt der Berg unter den Einfluss des indischen Monsuns. In dieser Zeit fallen die meisten Niederschläge und heftige Schneestürme prägen das Wetter.

Wie in allen alpinen Regionen kann es zu raschen Wetterumschwüngen kommen. Dies gilt auch für die beiden Besteigungssaisons im Mai und Oktober. Plötzlich einsetzende Temperaturstürze, Stürme und Schneefälle von bis zu drei Metern pro Tag sind nicht außergewöhnlich. Zumeist gibt es in der jeweiligen Saison nur wenige Tage mit stabilem Wetter – die so genannten Fenstertage – an denen eine Besteigung am ehesten möglich ist.

Fauna und Flora

Aufgrund der großen Höhe beträgt der Luftdruck auf dem Mount Everest mit 326 mbar nur knapp ein Drittel des Normaldrucks auf Meeresspiegelniveau (temperaturabhängige barometrische Höhenformel). Hierdurch verschiebt sich der Siedepunkt des Wassers von 100 °C bei Normalbedingungen auf nur 70 °C und der Sauerstoffpartialdruck der Luft beträgt nur noch ein Drittel des Meeresspiegelniveaus. Hinzu kommen extreme Temperaturschwankungen und starke Winde. An diese extrem lebensfeindliche Umwelt konnten sich nur wenige Tiere anpassen, Blütenpflanzen sind im Bereich des ewigen Eises nicht mehr zu finden.

Euophrys omnisuperstes, ein kleiner Vertreter der Springspinnen (Salticidae), wurde bereits 1924 von R.W.G. Hingston bis zu einer Höhe von 6.700 Meter beobachtet. Seine Nahrungsgrundlage blieb lange ein Rätsel. Erst 1954 entdeckte man, dass sie sich von Fliegen und Springschwänzen (Collembola) ernähren, die bis zu einer Höhe von 6.000 Meter anzutreffen sind. Letztere ernähren sich von Pilzen und Flechten, die herangewehtes organisches Material abbauen. Bei der von T.H. Sommervelle 1924 durchgeführten Everest-Expedition wurden Flechten zwischen 4.600 und 5.500 Meter gesammelt. Darauf basierend konnte R. Paulson 1925 etwa 30 Flechtenarten nachweisen.

Von den Wirbeltieren sind nur einige Vögel in der Lage, sich der extremen Höhe dauerhaft anzupassen. Die Streifengans (Anser indicus) hält sich bis in Höhen von 5.600 Meter auf. Alpenkrähen (Pyrrhocorax pyrrhocorax) wurden selbst am 7.920 Meter hohen Südsattel beobachtet, wo sie sich von Abfällen oder gar tödlich verunglückten Bergsteigern ernähren. Auch der Leichnam von George Mallory, der auf ca. 8.160 Meter gefunden wurde, wurde vermutlich von Vögeln angepickt.

Mythologische Bedeutung

Wie praktisch alle markanten Gipfel der Khumbu-Region ist auch der Mount Everest für die Sherpas ein heiliger Berg. Der Buddhismus ist bei diesem Volk mit ursprünglicheren Religionen, insbesondere Animismus und Bön, gepaart. Nach der Auffassung der Sherpas bewohnen Geister und Dämonen Quellen, Bäume und eben auch die Gipfel. Der Mount Everest ist nach Ansicht der Buddhisten der Sitz von Jomo Miyo Lang Sangma, einer der fünf Schwestern des langen Lebens. Diese wohnen auf den fünf höchsten Gipfeln des Himalaya. Jomo Miyo Lang Sangma gibt den Menschen Nahrungsmittel.

Der große Heilige Padmasambhava, der den Buddhismus von Indien nach Tibet brachte, veranstaltete der Sage nach einen Wettlauf zum Gipfel des Mount Everest. Nachdem Padmasambhava einige Zeit auf dem Gipfel meditierte und mit den Dämonen kämpfte, wurde er von einem Lama der Bön-Religion herausgefordert. Es ging um die Frage, wer von beiden mächtiger sei. Der Lama der Bön-Religion machte sich noch in der Nacht auf den Weg, getragen von seiner magischen Trommel, Padmasambhava erst bei Tagesanbruch. Er gewann trotzdem den Wettlauf, weil er, auf einem Stuhl sitzend, von einem Lichtstrahl direkt zum Gipfel gebracht wurde. Nachdem Padmasambhava einige Zeit oben gewartet hatte, ließ er seinen Stuhl zurück und begann mit dem Abstieg. Der Bön-Lama gab sich geschlagen und ließ seine Trommel zurück. Bis heute sagt man, dass die Geister die Trommel schlagen, wenn eine Lawine den Berg herunter kommt.

Aufgrund dieser Bedeutung wird vor einer Besteigung von den Sherpas eine Opferzeremonie durchgeführt, die sogenannte Puja-Zeremonie. Die Sherpas sind davon überzeugt, dass eine Puja zwingend notwendig ist, um Unheil abzuwenden. Dieses Opferfest ist für ihren Seelenfrieden unabdingbar und im Allgemeinen nehmen auch alle westlichen Expeditionsteilnehmer daran teil, da, nach dem Glauben der Sherpas, ansonsten die Berggötter zornig sind. Zwar nicht nur gegenüber den Ausländern, sondern in besonderem Maße auch gegenüber den Sherpas, da sie dies zugelassen haben.

Religiöse Symbole wie Manisteine und ein Stupa mit Gebetsfahnen, die mit Mantras bedruckt sind, sind am Fuß des Mount Everest präsent. Auf dem Weg zum Everest-Basislager, zwischen Dingboche und Lobuche, ist ein Friedhof für alle Opfer des Everest angelegt. Jedem Toten ist mit einem sogenannten Steinmann, einem Stapel aufgetürmter Steine, die letzte Ehre erwiesen.

Höhenangaben und Messungen

Die Höhe des Mount Everest wurde in vielen Messungen bestimmt. Dabei ergaben sich Höhenangaben zwischen 8844 und 8850 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Aufgrund der Höhe (Todeszone) und der Eisschicht auf dem Gipfel gestaltet sich die Messung schwierig. Die Eisschicht auf dem Gipfel kann nicht in die Höhe mit eingerechnet werden, da sie starken Schwankungen unterliegt. Die exakte Höhe muss sich folglich auf die Höhe des Felssockels darunter beziehen. Bei den ersten Messungen war dies noch nicht möglich. Ein weiteres Problem ist die Bezugsgröße Meeresspiegel. Chinesische Messungen gehen vom Pegel in Qingdao, nepalesische Messungen vom Pegel in Karachi aus. Die Distanz beider Orte beträgt mehr als 6000 Kilometer und allein aus diesem unterschiedlichen Bezugssystem ergeben sich deutliche Differenzen. Darüber hinaus basieren GPS-Messungen auf einem vereinfachten Modell der Erde, dem mehrfach modifizierten Referenzellipsoid. Bei solchen Messungen muss also noch die Differenz zwischen Geoid und Referenzellipsoid berücksichtigt werden, wie beispielsweise bei der Messung im Mai 2004 geschehen.

Die Angabe für die Gipfelhöhe des Mount Everest wurde seit der ersten Messung 1848 mehrfach korrigiert. 1856 wurde aus Angaben von sechs verschiedenen Vermessungsstationen 8840 Meter errechnet. Die Stationen befanden sich allerdings über 150 Kilometer vom Everestmassiv entfernt, da die Vermesser des britischen Indian Survey nicht nach Nepal einreisen durften. Bis dahin sah man den Dhaulagiri (8167 Meter), den ersten entdeckten Achttausender, und ab 1838 den Kangchendzönga (8586 Meter) als höchsten Berg an.

Die lange Zeit geltende Höhenangabe von 8848 Meter war 1954 vom Survey of India aus den Messdaten von insgesamt zwölf Vermessungsstationen als Mittelwert errechnet worden. Diese Angabe wurde von einer chinesischen Expedition im Jahre 1975 bestätigt – sie stellte 8848,13 Meter fest.

Auch eine im September 1992 als erste mit modernen Mitteln angestellte Höhenvermessung eines chinesisch-italienischen Expeditionsteams direkt am Berg ergab mit 8848,82 Meter nahezu den gleichen Wert. Die dabei verwendeten Daten stammten sowohl aus Messungen mit herkömmlichen Theodoliten als auch aus Lasermessungen und GPS-Signalen.

Sehr genaue Messungen mithilfe mehrerer GPS-Empfänger am 5. Mai 1999 ergaben eine Höhe von 8850 Meter. Jene Angabe basiert auf der Höhe des Felssockels. Die Stärke der Schicht aus Eis und Schnee an der Spitze schwankt je nach Jahreszeit und Niederschlagsmengen der Monsunzeit etwa im Bereich zwischen einem und drei Metern.

Bei einer Messung im Mai 2004 wurden acht Radarprofile am Gipfel verankert und so die Höhe des Felssockels bestimmt. Im Anschluss wurde die jeweilige Höhe der Radarprofile ermittelt. Von dieser Höhe wurde dann die Dicke der Eisschicht abgezogen. Der Everest hatte nach dieser Messung eine Höhe von 8848,82 Meter, mit einer Ungenauigkeit von ±0,23 Meter. Damit konnte die Höhe aus dem Jahr 1992 bestätigt werden.

Die neueste Messung stammt aus dem Mai 2005, durchgeführt wiederum von einer chinesischen Expedition. Sie ergab für den Berg eine Höhe von 8844,43 Metern, bei einer Ungenauigkeit von 21 Zentimetern. Er ist damit etwa 3,70 Meter niedriger als seit der chinesischen Messung von 1975 angenommen. Allerdings bezieht sich die aktuelle Angabe, wie auch schon die von 1999 und 2004, nur auf den reinen Felssockel. Diese letzte Untersuchung wurde von Chinas Nordseite und nicht vom nepalesischen Süden aus unternommen und dauerte ein Jahr. Eingesetzt wurden Radardetektoren sowie Lasermessgeräte und Satellitenortungssysteme.

Während der Mount Everest die höchste Erhebung über dem Meeresspiegel ist, existieren noch zwei weitere Berge, die den Titel höchster Berg der Erde verdienen. Vom Fuß des Berges aus gemessen ist dies der Vulkan Mauna Kea auf Hawaii, vom Erdmittelpunkt aus gerechnet der Chimborazo in Ecuador.

Quelle: wikipedia.de

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Besteigungsgeschichte

1847

Bei Vermessungen des indischen Subkontinents wird durch die Fernrohre eine sehr hohe Gebirgsgruppe westlich des Kanchenjunga entdeckt, der bis dahin mit 8598 m als höchster Berg der Erde gilt. 1849 sichtet man diese Gebirgsgruppe erneut und nimmt Vermessungen vor. (Man muss wissen, dass das Königreich Nepal in dieser Zeit nicht betreten werden durfte.) 1856 - nach mehreren Berechnungen - wird schließlich bekannt gegeben, dass der Peak XV mit 8839 m vermutlich der höchste Berg der Erde sei. Der Berg wurde schließlich "Mount Everest" zu Ehren des ehemaligen Leiters der Vermessung des indischen Subkontinents genannt. Sir George Everest hat den Berg, der nach ihm benannt ist, selbst nie gesehen.

Bei Vermessungen des indischen Subkontinents wird durch die Fernrohre eine sehr hohe Gebirgsgruppe westlich des Kanchenjunga entdeckt, der bis dahin mit 8598 m als höchster Berg der Erde gilt. 1849 sichtet man diese Gebirgsgruppe erneut und nimmt Vermessungen vor. (Man muss wissen, dass das Königreich Nepal in dieser Zeit nicht betreten werden durfte.) 1856 - nach mehreren Berechnungen - wird schließlich bekannt gegeben, dass der Peak XV mit 8839 m vermutlich der höchste Berg der Erde sei. Der Berg wurde schließlich "Mount Everest" zu Ehren des ehemaligen Leiters der Vermessung des indischen Subkontinents genannt. Sir George Everest hat den Berg, der nach ihm benannt ist, selbst nie gesehen.

1921

Erste Erkundung auf der Nordseite durch die 1. britische Expedition unter Leitung von C.K. Howard-Bury. Zunächst begeht man den westlichen Rongbuk-Gletscher und steigt u. a. auf den Lho La, findet aber keinen geeigneten Zustieg zum Gipfel. Man misst dem kleinen Einschnitt auf der Ostseite des Gletschers keine Bedeutung bei und wendet sich zum Kama- und Kharta-Tal auf der Ostseite des Everest. Von hier aus erreicht man schließlich den Lhakpa La und sieht erstmals den Nordsattel und das Gletscherbecken des Ost-Rongbuk-Gletschers. Erst jetzt erkennt man den viel leichteren Zugang von Norden über den Ost-Rongbuk-Gletscher, dessen Tal an dem unscheinbaren Einschnitt in den Rongbuk-Gletscher mündet. Es ist bereits September geworden, und so erreicht man lediglich noch den Nordsattel mit 7000 m Höhe.

1922

Am Nordgrat wird auf 7620 m das Lager V als höchstes Lager aufgeschlagen. Man ist sich noch nicht bewusst, dass der Gipfel von dieser niedrigen Lagerhöhe aus gar nicht erreichbar ist.

1. Versuch durch Norton und Mallory auf 8225 m. Erste Überschreitung der 8000m-Marke im Himalaya und Höhenweltrekord.

2. Versuch durch Finch und Geoffrey Bruce mit Sauerstoff auf 8320 m (neuer Höhenweltrekord).

Bei einem dritten Versuch am 7. Juni kommen 7 Sherpas in einer Lawine unterhalb des Nordsattels ums Leben.

1924

Anhaltend schlechtes Wetter im Mai erzwingt immer wieder den Rückzug ins Basislager. Erst am 3. Juni gelingt es, das oberste Lager auf 8140 m Höhe zu errichten.

1. Versuch am 4. Juni durch Norton und Somervell ohne Sauerstoff.

Norton erreicht im Norton-Couloir eine Höhe von 8572 m (neuer Höhenweltrekord).

2. Versuch am 8. Juni durch Mallory und Irvine mit Sauerstoff.

Odell sichtet die beiden zuletzt um 12.50 Uhr am Nordostgrat, allerdings ist der genaue Ort der Sichtung unklar. Die beiden Bergsteiger bleiben verschollen.

Ein Gipfelerfolg von Mallory und Irvine ist unwahrscheinlich. Allerdings gibt es bis heute keinen Beweis dafür, welche Höhe Mallory und Irvine tatsächlich erreicht haben.

Am 1. Mai 1999 wird der Leichnam von G. Mallory auf einer Höhe von 8155 m etwa 150 m westlich des heute üblichen Lagers 8200 gefunden (vergl. "1999").

1933

Erster Flug über den Mount Everest durch die Houston-Mount-Everest-Expedition

Am 3. und 19. April wird der Mount Everest mit zwei speziell für dieses Unternehmen ausgerüsteten Doppeldeckern überflogen.

1933

4. britische Expedition zur Nordflanke unter Leitung von Hugh Ruttledge

Höchstes Lager auf 8350 m ("Zeltrekord" bis 1953)

1. Versuch am 30. Mai durch Harris und Wager ohne Sauerstoff. Beide erreichen dieselbe Stelle wie 1924 Norton auf 8572 m.

2. Versuch am 2. Juni durch Smythe ohne Sauerstoff. Auch er erreicht Punkt 8572 im Norton-Couloir.

Am Nordostgrat wird östlich des First Step auf 8450 m Höhe Irvines Eispickel von 1924 gefunden.

1934

Der Einzelgänger Maurice Wilson versucht sich auf der Nordseite des Everest. Er erreichte aber nicht einmal den Nordsattel. Seine Leiche wurde 1935 auf 6400 m am East-Rongbuk-Gletscher gefunden.

1935

5. britische Expedition zur Nordflanke unter Leitung von Eric Shipton

Diese Expedition dient nur als Erkundungsexpedition in Vorbereitung für das Unternehmen im Jahr 1936. Es werden mehrere 6- und 7-Tausender nordöstlich des Everest bestiegen. Das schöne Wetter hält bis in den Juli hinein an. Als man sich schließlich doch noch am Everest versucht, ist es zu spät. Der Monsun erzwingt den Abbruch auf dem Nordsattel am 16. Juli.

1936

6. britische Expedition zur Nordflanke unter Leitung von Hugh Ruttledge

Extrem schlechtes Wetter führt zum vollkommenen Misserfolg. Mit Mühe wird der Nordsattel (7000 m) erreicht.

1938

7. britische Expedition zur Nordflanke unter Leitung von H.W. Tilman

Auch in diesem Jahr bleibt die erwartete Schönwetterperiode im Mai aus. Am 8. Juni zwingt die widrige Wetterlage die Expedition auf 8320 m Höhe zum Abbruch.

1951

Britische Erkundungsexpedition zur Südseite unter Leitung von Eric Shipton

Am 28 Oktober wird erstmals der Khumbu-Eisbruch bezwungen, allerdings muss man vor der großen Querspalte vor dem CWM mangels geeigneter Ausrüstung umkehren. Man war aber überzeugt, dass eine Besteigung des Everest über den Südsattel möglich wäre.

1952

1. Schweizer Expedition zur Südseite im Frühjahr unter Leitung von Edouard Wyss-Dunant

Lambert und Tenzing Norgay erreichen am 28. Mai am Südostgrat eine Höhe von 8595 m. Sie müssen umkehren, u. a. bedingt durch die schlechte Qualität ihrer Sauerstoffgeräte.

Diese erreichte Höhe stellte einen neuen Höhenrekord dar, der allerdings nur bis zum folgenden Jahr Bestand hatte. Näheres zu Gipfel- und Höhenrekorden finden Sie hier.

2. Schweizer Expedition zur Südseite im Herbst unter Leitung von G. Chevally

Widrige Wetterverhältnisse zwingen zum Abbruch auf dem Südsattel.

1953

Erstbesteigung durch eine britische Expedition unter Leitung von John Hunt von der nepalesischen Südseite.

Route: Khumbu-Eisbruch - CWM - Lhotse-Flanke - Südsattel - Südostgrat

1. Versuch durch Bourdillon und Evans mit Sauerstoff am 26. Mai, Umkehr am Südgipfel (8754 m)

2. Versuch mit Gipfelerfolg durch den Neuseeländer Edmund Hillary und den Sherpa Tenzing Norgay mit Sauerstoff am 29. Mai, 11.30 Uhr. Letzte Übernachtung im Lager 9 auf 8500 m, Abstieg am selben Tag bis zum Südsattel.

Die beiden Besteigungen stellten gleichzeitig neue Höhen- und Gipfelrekorde unter Verwendung künstlichen Sauerstoffs dar. Ohne Verwendung künstlichen Sauerstoffs blieb der Gipfelrekord aber bei Hermann Buhl (Nanga Parbat), der Höhenrekord bei E.F. Norton am Everest aus dem Jahr 1924. Erst im Jahr 1978 sollten diese beiden Rekorde durch die Seilschaft Habeler/Messner unübertreffbar am Everest auf die größtmögliche Höhe gebracht werden.

1956

Zweite + dritte Besteigung auf der Südroute sowie Erstbesteigung des Lhotse durch eine schweizerische Expedition unter Leitung von Albert Eggler

2. Besteigung des Everest mit Sauerstoff am 23. Mai durch Maret und Schmied.

3. Besteigung des Everest mit Sauerstoff am 24. Mai durch Gunten und Reist.

Erstbesteigung des Lhotse über die Westflanke durch Luchsinger und Reiß am 18. Mai mit Sauerstoff.

1960

Erste Besteigung des Everest über die Nordflanke durch eine chinesische Expedition unter Leitung von Shi Zhanchun

In der Nacht des 25. Mai erreichen Wang Fuzhou, Qu Yinhua und der Tibeter Gonbu den Gipfel nach einer dramatischen Kletterei am Second Step.

Der Gipfelerfolg war zunächst umstritten, gilt inzwischen aber als wahrscheinlich.

1963

Erstbegehung des Westgrates sowie erste Überschreitung des Everest über Westgrat - Hornbein-Couloir und Südostgrat durch eine amerikanische Expedition unter Leitung von Norman Dyhrenfurth.

1975

Die Japanerin Junko Tabei erreicht über die Südroute am 16. Mai als erste Frau den Gipfel des Everest.

1975

Am 27. Mail erreichen 9 Bergsteiger einer chinesischen Großexpedition den Gipfel über den Nord-/Nordostgrat, darunter die Tibeterin Phantog. Diese Expedition brachte am Second Step die Aluminium-Leiter an, die folgende Aufstiege über die Nordflanke wesentlich erleichterte. Am Gipfel wurde ein Vermessungsstativ aufgestellt, das die folgende britische Expedition am 24. Sept. vorfand. Dieses Dreibein lieferte für viele nachfolgende Besteiger den fotografischen Beweis des Gipfelerfolges.

1975

Erstbesteigung der Südwestwand durch eine britische Expedition unter der Leitung von Chris Bonington.

Am 24. September erreichen D. Haston und D. Scott den Gipfel über die Südwestwand, am 26. September P. Boardman und Pertemba sowie vermutlich auch M. Burke, der aber zuletzt beim Aufstieg knapp unterhalb des Gipfels gesehen wurde.

1978

Erstbesteigung des Everest ohne künstlichen Sauerstoff durch Peter Habeler und Reinhold Messner im Rahmen einer österreichischen Expedition unter Leitung von Wolfgang Nairz.

Am 8. Mai erreichen der Österreicher Peter Habeler und der Südtiroler Reinhold Messner den Gipfel, ohne künstlichen Sauerstoff zu Hilfe genommen zu haben. Diese Besteigung erregte in der Fachwelt großes Aufsehen, weil vorher die Meinung weit verbreitet war, dass eine Besteigung des Everest ohne künstlichen Sauerstoff unmöglich sei.

Es war die bisher erfolgreichste Expedition. Am 3., 8. 11. und 14. Mai erreichten insgesamt 9 Teilnehmer den Gipfel, darunter auch der erste Deutsche Reinhard Karl.

Mit der Besteigung vom 8. Mai hatte auch die "Jagd" nach Höhen- und Gipfelrekorden ohne Verwendung künstlichen Sauerstoffs ihr Ende gefunden.

1979

Erste Begehung des direkten Westgrates vom Lho La über die Westschulter. Gipfelerfolg durch die Jugoslawen A. Stremfelj und J. Zaplotnik am 13. Mai sowie S. Belak, S. Bozik und Ang Phu am 15. Mai.

1980

Erste Winterbesteigung auf der Südroute durch die Polen L. Cichy und K. Wielicki. Gipfelerfolg am 17. Februar

1980

Erst Begehung des Südpfeilers am rechten Rand der Südwestwand durch eine polnische Expedition. Am 19. Mai erreichen J. Kukuczka und A. Czok den Gipfel.

1980

Reinhold Messner bezwingt den Everest als erster Mensch im absoluten Alleingang und Alpinstil und ohne Sauerstoff über die Nordflanke.

Vom Basislager am Ost-Rongbuk-Gletscher auf 6400 m Höhe bricht Reinhold Messner am 18. August noch bei Dunkelheit auf, Zelt und sonstige Ausrüstung im Rucksack. Ein Spaltensturz unterhalb des Nordsattels hält ihn nur kurz auf. Sein erstes Lager errichtet er am Nordgrat auf 7800 m Höhe. Beim Weiterstieg am 19. August zwingt ihn der tiefe Schnee am Nordgrat (es ist die Zeit des Monsuns), nach rechts in die Nordflanke auszuweichen, wo abgegangene Schneebretter den Hang vom Schnee geräumt haben. In der Nähe des Norton-Couloirs schlägt er sein Zelt auf 8220 Höhe zum zweiten Mal auf. Am 20. August quert er das Norton-Couloir, steigt in einer Nebenrinne nach rechts heraus und erreicht über den Nordhang des Gipfelaufbaus um 15 Uhr den Gipfel.

1982

Erste Begehung des Südwestpfeilers durch eine sowjetische Expedition. Elf Mitglieder erreichen den Gipfel zwischen dem 4. und 9. Mai.

1982

Beim Versuch einer britischen Expedition unter Leitung von Chris Bonington, den Everest über den gesamten Ostgrat zu besteigen, bleiben Peter Boardman und Joe Tasker verschollen. Sie wurden zuletzt am 17. Mai am Second Pinnacle gesehen. 1992 fanden Teilnehmer einer japanischen Expedition den Leichnam von Peter Boardman am Second Pinnacle auf ca. 8290 m Höhe.

1983

Erste Durchsteigung der Ostwand durch eine amerikanische Expedition. Am 8. Oktober erreichen C. Buhler, K. Momb und I. Reichardt den Gipfel, am 9. Oktober folgen J. Cassell, G. Lowe und D. Reid.

1984

Erste Begehung der Nordwand durch das Norton-Couloir. Die Australier T. Macartney-Snape und G. Mortimer erreichen am 3. Oktober den Gipfel. Besteigung ohne künstlichen Sauerstoff.

1986

Schnellaufstieg über die Nordwand in 40 Stunden durch E. Loretan und J. Troillet, Schweiz. Abstieg in 3,5 Stunden. Besteigung ohne künstlichen Sauerstoff.

1988

Erste Begehung der Ostwand zum Südsattel durch eine internationale Kleinexpedition (4 Bergsteiger aus USA und GB).

S. Venables (GB) erreicht am 12. Mai den Gipfel. Besteigung ohne künstlichen Sauerstoff.

1988

Erstbegehung der Südwestflanke im alpinen Stil, d. h. ohne vorbereitete Lager, durch 4 tschechoslowakische Bergsteiger, aber mit denkbar tragischem Ausgang. Josef Just, Dusan Becik, Peter Bozik und Jaroslav Jasko stiegen am 14. Okt. vom Basislager im CWM auf. Am 17. erreichten sie den Südgipfel, von wo aus Just auch noch den Gipfel erreichte. Beim Abstieg vom Südgipfel verschwanden alle vier spurlos, nachdem sie vorher per Funk gemeldet hatten, dass drei von ihnen Probleme mit den Augen hätten.

1995

Erste Begehung des gesamten Nordostgrates ab dem Rapiu La durch eine japanische Großexpedition. Am 11. Mai erreichen 6 Teilnehmer den Gipfel.

1996

Am 10. und 11. Mai kommen bei einem Höhensturm insgesamt 8 Bergsteiger in der Nähe des Gipfels und am Südsattel ums Leben.

Das Ereignis erregte weltweit großes Aufsehen und warf die Frage der Verantwortbarkeit kommerzieller Expeditionen auf.

Das Buch von Jon Krakauer wurde zum Bestseller.

1996

Am 24. Mai besteigt der Südtiroler Hans Kammerlander den Everest in 17 Stunden über die Nordroute und fährt mit Skiern ab.

1999

Am 1. Mai finden Mitglieder der Mallory & Irvine Research Expedition die Leiche von George Mallory in 8155 m Höhe, etwa 180 m westlich des heute üblichen Lagers 8200 und unterhalb des Fundorts des Pickels von Irvine (siehe 1933). Der Fundort liegt unterhalb der Felsen des Gelben Bandes in einer Mulde mit etwa 30 Grad Neigung. Mallory's Verletzungen erscheinen zu gering für einen Sturz vom Nordostgrat und Fundort des Pickels (ca. 300 m höher).

Der Fundort der Leiche spricht eher für das Scheitern von M + I im Jahr 1924 als für den Gipfelerfolg. Man vermutet, dass Mallory im Zustand der Erschöpfung beim Abstieg in der Nacht in den unteren Felsen des Gelben Bandes oberhalb des Fundorts abgestürzt ist. Ob er zu diesem Zeitpunkt noch mit Irvine durch das Seil verbunden war, ist trotz des um seinen Oberkörper geschlungenen und offensichtlich gerissenen Seiles ungewiss.

Es gibt die Aussage von Teilnehmern der chinesischen Expedition von 1960, dass sie einen "englischen" Toten in einer Nische der Felsen des Gelben Bandes gesichtet hätten. Dies könnte Irvine gewesen sein, da bis zu diesem Zeitpunkt nur zwei Tote an der Nordflanke des Everest zu verzeichnen waren. Dass es Mallory war, und dessen Leiche erst nach 1960 tiefer zum Fundort von 1999 gefallen ist, gilt als eher unwahrscheinlich. Der Ort des Toten im Gelben Band könnte evtl. der Ort des Unglücks sein. Mallory könnte als nachfolgend Sichernder gestürzt sein, ohne dass ihn der tiefer stehende Irvine halten konnte. Das Seil riss, Mallory glitt weiter hinunter in die Mulde, Irvine verharrte im nächtlichen Dunkel in der Felsnische und starb dort. Dies alles ist aber Spekulation, zumindest solange dieser Tote im Gelben Band nicht gefunden ist.

2005

Am 14. Mai landet der Franzose Didier Delsalle erstmals einen Hubschrauber auf dem Gipfel des Everest.

2005

Apa Sherpa besteigt am 31. Mai den Everest zum 15. Mal.

2006

Dem Südkoreaner Park Young-Seok und dem Sherpa Serap Jangbu gelingt am 11. Mai die Überschreitung des Everest von Nord nach Süd. Auf der Südseite mussten sie durch ungespurtes Gelände und ohne Fixseile bis zum Lager 3 absteigen, da in diesem Jahr bis zu diesem Tag noch niemand höher hinaufgekommen war. (Die erste Überschreitung des Everest fand allerdings bereits im Jahr 1963 statt). Am 17. Mai gelingt dem Schweizer Julen mit dem Sherpa Da Nima die Überschreitung von Süd nach Nord, am 20. Mai dann auch dem Italiener Simone Moro.

2008

Am 8. Mai erreicht die Olympische Flamme den Gipfel des Everest - getragen von einer chinesischen Expedition, die auf den letzten 30 Metern eine Stafette aus 19 Bergsteigern bildete. Während der gesamten Zeit durften auf der tibetischen Seite Nicht-Chinesen nur bis zum Basislager gehen. Dies führte dazu, dass in diesem Frühjahr keine anderen Expeditionen auf der Nordseite des Everest aktiv sein konnten.

Um diplomatische Verwicklungen zu vermeiden, gab es seitens der Nepalesische Regierung auch Restriktionen auf der Südseite des Everest. Bis zum 10. Mai durfte niemand über Lager 2 (6400 m) hinaus aufsteigen. Bewaffnete nepalesische Soldaten sorgten in Lager 2 für die Einhaltung des Verbots. Anschließend erreichten einige Expeditionen den Gipfel.

Am 22. Mai erreicht Apa Sherpa zum 18. Mal den Gipfel des Everest.

Quelle: himalaya-info.org

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