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Gimpel und Rote Flüh

01.05.2007

Gimpel (2176 m) und Rote Flüh (2111 m), diese beiden Berge sind für uns eine Möglichkeit, mal wieder schneefrei unterwegs zu sein. Um 9:00 Uhr starten wir vom Wanderparkplatz bei Nesselwängle (1136 m) im Tannheimer Tal und sind natürlich nicht die Ersten. Da hätten wir wohl früher aufstehen müssen.
Bereits beim Aufstieg zum Gimpelhaus (1659 m) haben wir eine schöne Aussicht auf den im Tannheimer Tal gelegenen Haldensee. Wir verlieren keine Zeit und folgen dem oberen Steig in Richtung Hochkar, welches herrlich zwischen den gewaltigen Felsklötzen liegt. Auf der Terrasse der kleinen Tannheimer Hütte rechter Hand sind einige Bergsteiger zu sehen, wir folgen jedoch dem Weg in Richtung Judenscharte. Auf halbem Weg dorthin queren wir rechts das große Geröllfeld hin zur Einstiegsrinne. Diese Variante ist etwas unangenehmer zu laufen, jedoch entzieht man sich so mehr oder weniger der Steinschlaggefahr. Nun durch die markante Einbuchtung auf Steigspuren empor und weiter durch die teils steile Rinne (II), die auch gleichzeitig die Schlüsselstelle im Normalanstieg bildet. Am Ausstieg der Rinne ist die wuchtige Südostwand des Gimpels gut einsehbar. Von dort setzen wir unseren Weg über den Ostgrat(I) in Richtung Gipfel fort.
Nur wenigen Wolken schränken den Rundumblick über die Allgäuer Alpen, das Alpenvorland, die Lechtaler Alpen und ins Wettersteinmassiv mit der Zugspitze ein.
Zwei Bergsteiger, die uns gefolgt sind, haben offensichtlich die Routenbeschreibung etwas missverstanden, denn sie gingen von der Möglichkeit einer Überschreitung ohne Seil aus. Nach wenigen Schritten in Richtung Westgrat waren auch sie davon überzeugt, dass es nicht möglich ist und machten kehrt.
Nach einer kurzen Pause steigen wir über die Aufstiegsroute ab und folgen dem Pfad zur Judenscharte. Links der Scharte geht es über eine mit Drahtseilen gesicherte Treppe und Rinne hinauf zum Gipfelkreuz der Roten Flüh (2108 m). Eine Menschentraube und lautes Lachen lässt keine Zweifel aufkommen, dass außer uns auch noch viele andere das gleiche Tagesziel haben.
Nach dem üblichen Gipfelbild geht es zurück zum Gimpelhaus, wo wir umhinkommen, einen Einkehrschwung zu machen. Gestärkt geht es dann zurück zum Parkplatz und einem Abstecher zum Haldensee, wo ein kurzes Bad nehme, das uns blaue Zehen und steife Knochen beschert.

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