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Mindelheimer Klettersteig

29.05.2011

Am Freitag und Samstag hatten wir eine Klausurtagung vom Landesverband des DAV in Herrenberg und somit war es mir nicht möglich, gleich zu Beginn meines Urlaubs ins Gebirge gefahren. Zunächst hatte ich mit dem Montblanc Gebiet geliebäugelt, musste aber wegen der schlechten Wettervorhersage auf eine Tour in den Ostalpen umdisponieren. Die Wahl viel auf den Mindelheimer Klettersteig, der in einem bis zwei Tagen bewältigt werden kann.
Um 5:00 Uhr geht es zunächst über Oberstdorf ins Kleine Walsertal nach Mittelberg. Wie schon im Jahr zuvor beginnt die Tour gegen 8:00 Uhr am Gasthof Schwendle (1176 m) bei Mittelberg und führt zunächst durchs Wildental, vorbei an der Wiesalpe, zur Fluchtalpe (1390 m). Ich entscheide mich für die Variante über die Kemptner Scharte (2108 m) zur Fiderepasshütte.
Auf dem Weg zur Kemptner Scharte berichten Bergsteiger von ausgiebigen Niederschlägen an den beiden zurückliegenden Tagen und den damit verbundenen eingeschränkten Tourenmöglichkeiten. Na da habe ich zumindest nichts versäumt.
Vor der Kemptner Scharte geht es zunächst über grasbewachsene Matten zum Kemptner Köpfle (2191 m). Von hier aus sind es noch etwa 10 Minuten bis zum Beginn des eigentlichen Klettersteigs. Dort sich gerade mehrere Klettersteiggeher im Abstieg, die unvorsichtigerweise Steine lostreten. Diese kommen mir dann auch prompt mit lautem Gepolter entgegen. Ein guter Auftakt!
Der Kletterstieg führt im weiteren Verlauf über die Schafalpenköpfe (Südlichen Schafalpenkopf 2275 m, Mittlerer Schafalpenkopf 2302 m und Nördlichen Schafalpenkopf 2320 m). Zwischen den Mittleren und Nördlichen Schafalpenkopf ist eine kleine Stahlbrücke, die bestens für ein Fotomotiv geeignet ist.
Vom Nördlichen Schafalpenkopf geht es dann über eine 10-15 Meter hohe steile Wand an Eisenstiften und Drahtseilen wieder hinunter zur Fiderescharte (2199 m) und schließlich zu der schon weithin sichtbaren Fiderepasshütte.
Wegen der unsicheren Wettervorhersage sind auf der Hütte nur wenige Bergsteiger anzutreffen und so entscheiden wir uns spontan, die kommende Nacht hier zu verbringen. Ein gutes Abendessen, gute Gespräche und eine geruhsame Nacht beschließen den Tag.

30.05.2011

Vor dem Frühstück gehe ich vor die Hütte und bin über die unnatürliche hohe Temperatur bei einem wolkenlosen Himmel überrascht. Ein Blick auf den Höhenmesser bestätigt mein Gefühl, dass der Luftdruck gefallen ist. Der Wetterbericht hat eine Wetterverschlechterung für heute und morgen angekündigt. Unter diesen Umständen sind weiter Bergtouren kaum möglich und wir steigen ab und treten die die Heimreise an.

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