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Sonnenplatten / Placche Zebrat

22.03.2012

Benjamin, Markus und ich fahren wir für ein verlängertes Wochenende nach Arco. Bereits um 3:30 Uhr starten wir und kommen ohne einen Stau gegen 10:00 Uhr bei unserem Ziel an. Wie bei uns sind auch in Arco bereits frühlingshafte Temperaturen und die ersten Bäume und Sträucher blühen bereits. Bei meiner Lieblingspension, am Rande von Arco, habe ich bereits eine Woche im Voraus die Zimmer gebucht und werde dort bereits erwartet. Wie ziehen uns schnell um und fahren dann umgehend zu den Sonnenplatten.
Noch vor dem Mittag sind wir am Einstieg der 400 m langen Route Rita IV an den Sonnenplatten, die 13 Seillängen hat. Vor uns klettern noch zwei weitere Seilschaften in dieser Route. Wir sind als Dreierseilschaft nicht so schnell und behindern uns daher gegenseitig nicht. Zu dieser Jahreszeit ist ohnehin noch kein allzu großer Betrieb an den Sonnenplatten, was sich natürlich in der Osterwoche drastisch ändern wird.
Benjamin, der im Gegensatz zu Markus und mir das erstere Mal an den Sonnenplatten ist, schwärmt bereits in den ersten Seillängen von den fantastischen Kletterbedingungen. Nur die losen Steine am Ausstieg und in der Querung oberhalb der Kletterrouten sind nach wie vor sehr gefährlich. Nur durch vorsichtiges Hantieren mit dem Seil und umsichtiges Gehen kann die Steinschlaggefahr minimiert werden. Bei stark frequentierten Routen ist daher immer mit Steinschlag zu rechnen!
Wir gehen über den ausgetretenen Steig hinunter zum Parkplatz und fahren zurück zur Pension und besuchen danach die Altstadt von Arco. Auch dort ist es noch recht ruhig und wir können ohne Andrang in den Sportgeschäften nach Schnäppchen suchen. Wie nicht anders zu erwarten war, kommt jeder von uns mit Einkaufstüten zurück in die Fußgängerzone. Einkaufen und Klettern macht hungrig und so lassen wir den Abend in einer Pizzeria ausklingen.

23.03.2012

Nach dem Frühstück geht es wieder an die Sonnenplatten zum Einstieg der Route Claudia V, die mit 14 Seillängen etwas länger ist als die Route Rita. Obwohl ich diese Route schon seit vielen Jahren nicht mehr geklettert bin, kann ich mich noch sehr gut an die heiklen Platten in der ersten Seillänge erinnern. Nachdem Markus heute spontan die Führung übernimmt, kann ich entspannter an die Schlüsselstelle herangehen. Im weiteren Verlauf der Route kommen ohnehin noch ein paar knifflige Stellen, die es zu überwinden gilt.
Letztlich kommen wir jedoch ohne Probleme durch die Route, was Benjamin mit seinen viel zu engen Kletterschuhen nicht behaupten kann. Am Abend sind dann auch prompt neue und bequemere Kletterschuhe in der Einkaufstüte von Benjamin. Diese Erfahrung machen vermutlich viele Kletterer, die von der Halle an den Felsen gehen und dort über fünf Stunden klettern müssen.

24.03.2012

Heute ist leider schon wieder der letzte Klettertag in Arco und wir gehen nochmals die Route Rita IV. Obwohl ich die Route schon am ersten Tag vorgestiegen bin, kommen mir heute Stellen unbekannt vor und ich muss immer wieder die Haken suchen. Nach dem Mittag verdichten sich die Wolken immer mehr, und als wir am Ausstieg sind, sieht es massiv nach Regen aus. Unseren Plan noch in eine weitere Route einzusteigen verwerfen wir daher und fahren zurück zur Pension. Als wir dort ankommen, beginnt es tatsächlich leicht zu regnen. Wir habe jetzt noch reichlich Zeit und fahren nach Riva del Garda. Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade mit anschließendem Essen beschließt unseren letzten Abend am Garda-See.

25.03.2012

Am Morgen haben sich die Wolken verzogen und wir nehmen Abschied von Arco. Viel zu schnell sind die letzten Tage vergangen und nach sieben Stunden Fahrt hat uns die Heimat wieder.

Ein fantastisches verlängertes Wochenende, das unbedingt wiederholt werden muss.

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