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Unterverzeichnis - Ebene 5

Gasherbrum II 1995 - 8035 m

Gasherbrum II 1995 SW

Gasherbrum II (8035 m) - Pakistan

Mit 8034 m ist der Gasherbrum II (früher K4; chinesisch Jiāshū'ěrbùlǔmù Shān) der dreizehnthöchste Berg der Erde. Er gehört zur Gasherbrum-Gruppe, die südöstlich des K2 im Grenzgebiet der Volksrepublik China und Pakistan liegt.

Geografie

Der Gasherbrum II ist der Hauptgipfel der sogenannten eigentlichen Gasherbrum-Gruppe. Er erstreckt sich in west-östliche Richtung und bildet einen etwa 7600 m hohen Bergrücken, auf dem in der Mitte die Gipfelpyramide des Gasherbrum II thront. Im Westen sitzt auf diesem Bergrücken die Gipfelpyramide des Gasherbrum III, der als Nebengipfel des Gasherbrum II gilt. Östlich des G-II-Gipfels folgt der Gasherbrum II Ost, der eine rundliche Gipfelform aufweist. Die Nebengipfel G III und G Ost werden gelegentlich auch als relativ selbstständige Hauptgipfel bezeichnet. Der Ostgrat senkt sich ab zum Gasherbrum La, einem etwa 6500 m hohen Pass, der den Gasherbrum II mit der Nordwand des Gasherbrum I (Hidden Peak) verbindet. Im Westen folgt nach dem G III der Gasherbrum IV, ein eigenständiger Berg, der ebenfalls zum Teilmassiv der eigentlichen Gasherbrum-Gruppe gehört.

Quelle: www.wikipedia.de

Besteigungsgeschichte

1956

Österreichische Expedition unter Leitung von Fritz Moravec.

Erstbesteigung über den Südwestgrat, Querung unter der Gipfelpyramide zum Ostgrat und Restbesteigung über den Ostgrat (heutige Normalroute). Nachdem das Camp 1 am Fuß des Südwestgrates in einer Schlechtwetterperiode, die die Mannschaft zum Glück im Basislager verbrachte, von einer Lawine verschüttet worden war, verfügt man nur noch über wenig Material und Vorräte. Dies zwingt die Österreicher zu einem schnellen Vorstoß zum Gipfel ohne ausreichende Höhenanpassung. Am 7. Juli erreichen Fritz Morvec, Sepp Larch und Hans Willenpart den Gipfel. Sie hatten am 6. Juli nach der Querung von Lager 3 (7000m) auf 7500 m Höhe biwakiert. Es wurde kein künstlicher Sauerstoff verwendet.

1975

2. Besteigung am 18. Juni durch Marc Batard und Yannick Seigneur, Mitglieder einer französischen Expedition unter Leitung von Jean-Pierre Frèsafonds, über den Südgrat (rechts der Route der Erstbesteiger). Diese Route trifft am Ostgrat auf 7700 m Höhe auf die Route der Erstbesteiger.

1975

3. Besteigung durch eine polnische Expedition unter Leitung von Janus Onyszkiewicz vom Sattel zwischen GIII und GII über die Nordwestwand. L. Cichy, J. Onyszkiewicz und K. Zdzitowiecki stehen am 1. August auf dem Gipfel des G II. Bis zur Höhe 7350 wurde die Route der Erstbesteiger gegangen. Für den Abstieg wählten die Polen die komplette Route von 1956.

1983

J. Kukuczka und V. Kurtyka besteigen den GII über den langen Ostgrat vom Sattel zwischen GI und GII über den Gipfel des Gasherbrum Ost (7772 m) hinweg. Nach zwei Biwaks am Ostgrat erreichen sie am 26. Juni den Gipfel und steigen über die Route von 1956 (ein weiteres Biwak) ab. Den beiden Polen ist damit die erste Überschreitung des G II gelungen, wenn man davon absieht, dass die letzten 300 m unterhalb des Gipfels sowohl im Auf- als auch im Abstieg begangen wurden.

1984

Reinhold Messner und Hans Kammerlander gelingt die Überschreitung von Gasherbrum II und Gasherbrum I ohne zwischenzeitlichen Abstieg ins Tal. Es ist die erste Doppelüberschreitung von 2 Achttausendern. Am 25.6. stehen sie auf dem Gipfel des GII, drei Tage später auf dem Gipfel des GI. Am G II steigen sie über die Route von 1956 auf und über den Gletscher zwischen Südgrat und Gasherbrum Ost ab.

1988

Eine holländische Expedition besteigt den GI am 25. Juni über den Südgrat auf der Route der Franzosen von 1975, wählen vor Erreichen des Ostgrates aber eine Variante rechts von der Route der Franzosen.

1995

Der Mexikaner Carlos Carsolio begeht an der Gipfelpyramide erstmals deren Westgrat und erreicht entlang der Kante der Südwestwand am 4. Juli den Gipfel.

2006

Cedric Hahlen, Hans Mitterer und Ueli Steck eröffnen eine erste Route in der Ostflanke der Gasherbrum-Gruppe. Sie ersteigen am 10. Juli den Gasherbrum Ost (7772 m) über den Nordostsporn, der vom oberen Becken den East-Nakpo-Gletschers aufsteigt.

2007

Die beiden Italiener Daniele Bernasconi und Karl Unterkircher eröffnen die zweite Route in der Ostflanke der Gasherbrum-Gruppe (chinesische Seite). Sie erreichen den Gipfel des G II am Abend des 20. Juli nach 2-tägiger Kletterei im steilen Eis am linken Rand des Nordostpfeilers des G II. Sie wählen den Abstieg über die Normalroute nach Westen (Pakistan), wo eine andere italienische Expedition tätig ist. Es ist die erste Überschreitung von Ost nach West.

Quelle: himalaya-info.org

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