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Aconcagua 1992 - 6962 m

Aconcagua 1992 M

Aconcagua (6962 m) - Argentinien

Topografie

Der Aconcagua befindet sich in den argentinischen Anden in der Provinz Mendoza nahe an der chilenischen Grenze. Er besitzt fünf Hanggletscher und bis zu zehn Kilometer lange Gletscher. Ein Nebengipfel (6928 m) liegt südlich des Hauptgipfels. Der Berg ist kein Vulkan, obwohl er ebenso wie der Mount Everest aufgrund der häufigen Wolkenfahnen an seinem Gipfel lange für einen solchen gehalten wurde.

Name

Die Bedeutung des Namens Aconcagua ist unklar. Es wird vermutet, dass er sich von Mapudungun Aconca-Hue oder Ackon Cahuak aus Quechua ableitet, was in etwa steinerner Wächter bedeutet. Eine andere Deutung geht von der Sprache Aymara aus, in der der Name Schneeberg bedeuten würde. In Chile war er lange Zeit als El volcano (der Vulkan) bekannt.

Besteigungsgeschichte

Erste Erkundungen des Gebietes wurden 1817 von dem Unabhängigkeitskämpfer José de San Martín durchgeführt, als er über die Pässe am Aconcagua von Argentinien nach Chile eindrang. Robert FitzRoy vermaß den Berg 1834 vom Meer aus und errechnete eine Höhe von 23.200 Fuß, womit der Aconcagua als höchster Berg der Anden feststand. Bis dahin hatte der Chimborazo als höchster Berg des Kontinents gegolten.
Die erste erwähnte Expedition wurde von November 1882 bis März 1883 von dem Deutschen Paul Güßfeldt durchgeführt. Er konnte nachweisen, dass der Aconcagua kein Vulkan ist, und die Höhe relativ genau bestimmen. Seine Besteigungsversuche von Norden aus musste er jedoch mehrmals wegen Schlechtwetters abbrechen. Seine größte erreichte Höhe betrug 6560 m. Die nach einem erfolglosen Versuch des deutschen Turnvereins von Santiago de Chile dritte Expedition wurde im Dezember 1896 von dem Briten Edward FitzGerald angeführt, wobei der Weg von Süden gewählt wurde. Der Führer der Unternehmung, der Schweizer Matthias Zurbriggen, erreichte am 14. Januar 1897 als erster den Gipfel, wenige Tage später folgten zwei weitere Expeditionsteilnehmer (Nicolas Lanti und Stuart Vines). Der erste Argentinier auf dem Gipfel war am 8. März 1934 der Soldat Nicolás Plantamura, die erste Frau die Französin Adriana Banca am 7. März 1940. 1946 wurden entlang des Normalwegs über den Nordwestgrat mehrere Biwakschachteln bis in eine Höhe von 6400 m errichtet; sie sind heute jedoch großteils verfallen. Der südliche Nebengipfel des Berges wurde erst 1947 durch eine deutsche Gruppe bestiegen.

Anstieg

Der Berg gilt unter Bergsteigern als von der Nordseite leicht zu ersteigender Berg. Die normale Route vom Basislager Plaza de Mulas aus ist ohne Verwendung von Klettertechniken zu bewältigen. Durch die extreme Höhe birgt die Besteigung dennoch erhebliche Gefahren. Da der atmosphärische Druck am Gipfel nur etwa 40 % des Drucks auf Meereshöhe beträgt, ist eine lange Akklimatisation unabdingbar. Meist werden drei Hochlager eingerichtet.
Die am zweithäufigsten benutzte und nächstschwerere falsche Polenroute führt vom Basislager Plaza Argentina zum Beginn des nordöstlichen Glaciar de los Polacos (polnischer Gletscher). Der Gletscher wird in seinem unteren flachen und spaltenfreien Teil überschritten, und nach Querung eines ca. 25 bis 30 Grad steilen Hangs bei ca. 6400 m wird der vom Basislager Plaza de Mulas kommende Normalweg erreicht. Die sonnenabgewandte Südseite des Aconcagua ist deutlich schwerer, die Südwand Pared Sur gilt als die schwierigste Aufstiegsroute.
Die beste Zeit zum Ersteigen des Gipfels ist von November bis März. Am Fuß des Berges befinden sich zwei gut ausgerüstete Basislager, in denen während der Saison permanent Nationalpark-Führer stationiert sind. Vor der Besteigung muss in der Verwaltung des Aconcagua-Parks in Mendoza persönlich eine Erlaubnis gekauft werden.

Mythologische Bedeutung

Für die Inka war der Aconcagua ein heiliger Berg. So wie auch an anderen Bergen (z.B. Ampato) wurden hier Kultstätten errichtet und Opfer, auch Menschenopfer dargebracht. Die 1985 in einer Höhe von 5167 m entdeckten Anlagen gehören zu den höchsten der Erde und sind die am schwierigsten erreichbaren aller Inka-Opferstätten. Hier wurden innerhalb von Steinmauern die auf Gras, Stoff und Federn gebetteten Überreste eines Kindes gefunden. Die Kleidung spricht dafür, dass es sich um einen Angehörigen der obersten Gesellschaftsschicht handelte. Figuren und Kokablätter waren weitere aufgefundene Opfergaben.

Speedbegehung

Am 12. Januar 1992 konnte ich bei der vierten Besteigung innerhalb sieben Tage eine neue Rekordzeit von 5:15 Stunden aufstellen.

Quelle: www.wikipedia.de

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