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Unterverzeichnis - Ebene 5

Broad Peap 1997 - 8051m

Broad Peak 1997 SW

Broad Peak (8051m) - Pakistan

Der Broad Peak (Falchan Kangri), ist mit 8051 m Höhe einer der vierzehn Achttausender und der zwölfthöchste Berg der Erde. Er liegt im Karakorum auf der Grenze zwischen Pakistan und der Volksrepublik China. Er zählt zur Gasherbrum-Gruppe, die sich im Süden anschließt. Sein nördlicher Nachbar ist der K2, von dem er nur durch den Godwin-Austen-Gletscher getrennt ist.

Name des Broad Peak

Der Broad Peak (Breiter Gipfel) erhielt seinen Namen im Jahre 1892 von William Martin Conway, dem Leiter einer britischen Erkundungsexpedition im Karakorum, wegen seines über einen Kilometer langen beinahe steigungslosen Gipfelgrates. Conway sah sich beim Anblick des Berges an das Breithorn in den Walliser Alpen erinnert. (Auch bei der Benennung des Concordiaplatzes durch Conway standen mit dem Konkordiaplatz am Aletschgletscher die Alpen Pate).

Die Bezeichnung Falchan (bzw. Phalchan) Kangri ist die Übersetzung des englischen Namens in die Balti-Sprache und wird von der Bevölkerung nicht akzeptiert.

Die Gipfel

Der Broad Peak besteht aus mehreren Gipfeln, dem 7550 Meter hohen Nordgipfel, dem Mittelgipfel (8011 m) und dem Hauptgipfel mit einer Höhe von 8051 Metern. Aufgrund seiner scheinbaren Eigenständigkeit gab es Stimmen, den Mittelgipfel als 15. Achttausender anzusehen. Der Pass zwischen Mittel- und Hauptgipfel unterschreitet jedoch nicht die Höhe von 7800 Metern, sodass der Mittelgipfel nur eine Schartendifferenz von etwa 200 Metern aufweist; um als Berg zu gelten, ist eine Schartendifferenz von 500 Metern festgelegt.

Bei Besteigungen von der Westseite erreicht man auf dem Gipfelgrat des Hauptgipfels zuerst dessen niedrigeren Vorgipfel. Für eine als vollständig absolviert geltende Besteigung ist noch die Passage über den langen vereisten Gipfelgrat zum Hauptgipfel erforderlich. Eigentümlich dabei ist, dass der Hauptgipfel vom Vorgipfel aus niedriger erscheint, wie auch der Vorgipfel vom Hauptgipfel aus niedriger wirkt.

Topografie

Der Karakorum-Hauptkamm verläuft von Süd nach Nord über die Gipfelgrate des Broad Peak und des Mittelgipfels. Dort verläuft der Kamm weiter nach Nordosten über den 6956 Meter hohen Kharut Kangri, einen weiteren Nebengipfel des Broad Peak. Der Broad Peak Nordgipfel hingegen liegt genau nördlich des Mittelgipfels und westlich des Kharut Kangri und liegt westlich des Karakorum Hauptkamms und damit in Pakistan. Über die auf dem Hauptkamm gelegenen Gipfel verläuft die Grenze zwischen China und Pakistan.

Quelle: www.wikipedia.de

Besteigungsgeschichte

1954

Deutsche Expedition unter Leitung von Karl M. Herrligkoffer.

Zunächst war der Gasherbrum I das Ziel der Expedition. Da die Expedition aber viel zu spät im Jahr aufgebrochen war (erst am 13. Oktober am Concordia-Platz) wird der Hidden Peak wegen des weiten Anmarsches zugunsten des Broad Peak aufgegeben. Das Basislager wird am Fuß der Westflanke eingerichtet. Der spätere "Normalweg" über den Westsporn war als zu schwierig für Träger verworfen worden. Stattdessen wählte man ein Couloir rechts dieses Sporns, das aber extrem lawinengefährdet ist. Am 6 November muss das Vorhaben auf etwa 7000 m wegen extremer Kälte aufgegeben werden.

1957

Österreichische Kleinexpedition mit Marcus Schmuck, Fritz Wintersteller, Kurt Diemberger und Hermann Buhl.

Erstbesteigung am 9. Juni über den Westsporn, den Sattel zwischen Vor- und Mittelgipfel sowie den Vorgipfel. Um 17 Uhr erreichen Marcus Schmuck und Fritz Wintersteller den Gipfel. Etwa eine halbe Stunde später kommt Kurt Diemberger zum Gipfel. Auf dem Rückweg triff er in der Nähe des Vorgipfels Hermann Buhl, der zunächst aufgegeben hatte. Diemberger kehrt um und geht zusammen mit Hermann Buhl erneut zum Gipfel, den sie bei Sonnenuntergang erreichen.

Beim folgenden Versuch der Besteigung der Chogolisa stürzt Hermann Buhl bei einem Wächtenabbruch ab.

1975

Polnische Expedition unter Leitung von J. Ferenski.

Erstbesteigung des Mittelgipfels am 28. Juli über die Westrippe und den Sattel. Beim Abstieg stürzen 3 der 5 Gipfelbezwinger tödlich ab.

1983

Erstbesteigung des Nordgipfels durch Renato Casarotto über den Nordgrat.

1984

Überschreitung des Nord-, Mittel- und Besteigung des Hauptgipfels durch Jerzy Kukuczka und Woijciech Kurtyka vom 13. bis 18.7.. Die beiden Polen erreichen den Nordgipfel am 15. Juli, den Mittelgipfel am 16. Juli und den Hauptgipfel am 18. Juli. Der Abstieg erfolgt über die Normalroute.

1992

Erste Durchsteigung der Ostwand des Mittelgipfels durch eine internationale Expedition. Am 4.8. erreichen Oscar Cadiach, Enric Dalmau, Lluis Ráfols und Alberto Soncini den Gipfel.

1994

Erste Durchsteigung der Westwand durch Carlos Carsolio im Alleingang. Die neue Route setzt an der Normalroute in etwa 7000 m Höhe an und führt von dort direkt zum Vorgipfel. Am 9.7. erreichte Carsolio den Gipfel.

2005

Erste Durchsteigung der Südwestwand durch die Kasachen Denis Urubko und Sergej Samoilow im Alpinstil vom 19. bis 25.7. Sie steigen über die Normalroute ab.

2008

Erstbegehung des Nordwestpfeilers bis zur Normalroute unterhalb des Sattels 7840 durch die Russen Verlery Babanov und Victor Afanasiev vom 9. bis 17. Juli.

2010

Erstbegehung der Westwand zum Sattel zwischen Nordgipfel und Mittelgipfel mit anschließender Besteigung von Nord- (9.7. + 17.7.), Mittel- (18.7.) und Hauptgipfel (20.7.) durch den Spanier July Albert Inurrategi.

Quelle: himalaya-info.org

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