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Rote Flüh (2108 m)

Die Rote Flüh ist ein Berg in den Tannheimer Bergen, einer Untergruppe der Allgäuer Alpen.

Lage und Umgebung

Mit dem nördlich gelegenen Gimpel verbindet sie die sogenannte Judenscharte. Die optisch unbedeutende Graterhebung im Ostgrat trägt aufgrund der Vielzahl von Kletterrouten in ihrer Südwand den eigenständigen Namen Hochwieseler. Über den fast zwei Kilometer langen den Schartschrofen tragenden Westgrat verläuft der Friedberger Klettersteig zum mit der Seilbahn erreichbaren Füssener Jöchl.

Alpinismus

Es gibt an der Roten Flüh etliche Klettertouren, von alpinen Routen in der (kurzen) Nordwand bis hin zu Sportklettereien im neunten Grad in der Südwand.
Der Normalweg wird als relativ unschwierig eingestuft und deshalb recht häufig begangen. Vom Gimpelhaus oder der Tannheimer Hütte führt der Weg durch ein Kar an den ostseitigen Gipfelaufbau heran, der teilweise mit Hilfe von Drahtseilen überwunden wird. Bei gutem Wetter bilden sich an dieser Schlüsselstelle oftmals Staus. Aufgrund der Lage in der ersten Reihe der Alpen bietet die Rote Flüh eine hervorragende Aussicht sowohl ins flache Alpenvorland als auch zum knapp 1000 Meter unterhalb liegenden Haldensee im Tannheimer Tal.
Der Ostgrat trägt eine Hochwiesler genannte Graterhebung, an deren Südwand sich ebenfalls etliche Kletterrouten befinden. Von ihr gibt es eine 30-m-Abseilstelle nach Norden und eine 100-m-Abseilpiste nach Süden, deren erste Hälfte 45 m frei hängend ist.
Bei sonnigem Wetter kann man auch im Winter bis etwa 2-3 Seillängen unterhalb des Gipfels an den dann oft schneefreien Südwänden klettern.

Gimpel (2173 m)

Der Gimpel ist ein Berg in den Tannheimer Bergen, einer Untergruppe der Allgäuer Alpen. Er ist 2173 m hoch. Der Name ist auf die Gimpelalpe in der Mulde (Keltisch Comba) zurückzuführen.

Lage

Mit der Rote Flüh verbindet ihn die sogenannte Judenscharte, mit der Kellenspitze der sogenannte Schäfer (2060 m) oder auch kleiner Gimpel genannt.

Alpinismus

Es gibt am Gimpel etliche Klettertouren, von alpinen, klassischen Routen wie dem berühmt-berüchtigten Westgrat (erstbegangen durch J. Bachschmid und E. Christa 1896, UIAA III+ ) bis hin zur Top-Sportkletterei Primavera (erstbegangen durch Baldo Pazzaglia 1992 UIAA IX−).
Selbst der Normalweg durch die Südwand und den Ostgrat ist nur durch Kletterei (Schwierigkeit II) begehbar.
Toni Freudig entdeckte 1990 ein Höhlensystem in der Südwand (Gimpellabyrinth).
Der Gimpel war 1999 einer der ersten Berge im Allgäu, dessen häufig begangene Routen mit Bohrhaken ausgestattet wurden, nachdem eine Seilschaft aus Oy/Mittelberg nach einem Standhakenbruch sowie einem daraus resultierenden Seilschaftssturz an der benachbarten Rote Flüh verunglückte.

Kellenspitze (2238 m)

Die Kellenspitze, oft auch Kellespitze oder Köllenspitze genannt, ist mit 2238 Metern der höchste Berg der Tannheimer Berge. Er liegt im österreichischen Bundesland Tirol. Ursprünglich hieß der Berg im Volksmund Metzenarsch. Im Jahre 1854 besuchte Marie Friederike von Preußen das Jagdhaus auf dem Tegelberg. Als man ihr die umliegenden Gipfel erklärte, nahm man kurzfristig den Flurnamen In der Kelle am Fuße des Berges.

Umgebung

Die Spitze liegt gut zwei Kilometer Luftlinie nordöstlich von Nesselwängle und sieben Kilometer westlich von Reutte. In nördlicher Richtung erstreckt sich das Raintal und südlich der Anfang des Tannheimer Tals. Benachbarte Berge sind im Süden der Hahnenkamm (1940 m), im Osten die Gehrenspitze (2163 m) und im Westen der Gimpel (2176 m) und die Rote Flüh (2111 m).

Stützpunkte und Besteigung

Der Normalweg für die leichteste Besteigung der Kellenspitze verläuft über die Nordwestseite von der Nesselwängler Scharte aus. Stützpunkt für diesen Weg ist die Tannheimer Hütte auf 1713 Meter Höhe. Von der Hütte führt der Anstieg in nördlicher Richtung steil über die Schotterhänge des Gimpelkars hinauf zur Scharte, dann rechts hinauf in leichter Kletterei im Schwierigkeitsgrad UIAA I, stellenweise II, auch mit kurzen Drahtseilversicherungen, in, laut Literatur, gut zwei Stunden zum Gipfel. Von der entgegengesetzten Seite führt eine Route von der Otto-Mayr-Hütte im Norden aus ebenfalls über diese Scharte in gut vier Stunden zum Gipfel der Kellenspitze.

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Quelle: www.wikipedia.de