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Peuterey Integral

Die Gratüberschreitung der Aig. Noire, S-Grat mit dem Abstieg über die NW-Kante sowie die Umgehung der Dames Anglaises und der Weiterweg zum Montblanc wird als Peuterey Integral bezeichnet. Es ist der längste kombinierte Gratanstieg in den Alpen. Abwechslungsreich mit großartigen Eindrücken. Der „gesamte" Peutereygrat bleibt nur sehr ausdauernden Seilschaften vorbehalten. Allein das Abseilen über die 450 m hohe NW-Kante der Aig. Noire de Peuterey stellt ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Ein bis zwei Biwaks sind die Regel. Die schwierigeren Kletterpassagen liegen am Anfang (S-Grat der Aig. Noire de Peuterey). Vom Einstieg des S-Grates der Aig. Noire bis zum Montblanc sind knapp 2800 Hm im Aufstieg zu bewältigen.

Schwierigkeiten

V+ meist IV und V am S-Grat der Aig. Noire, lII und IV in den übrigen Felspassagen; kombiniert, Eiswand zum Montblanc de Courmayeur bis 55 Grad. (TD+)
Je nach Verhältnissen 2-4 Tage vom Refuge de Ia Noire

Route

Aig. Noire, Südgrat

Die Schwierigkeit liegt vor allem in der Länge von 50 Seillängen (TD).
Es handelt sich um einen ausgesprochen schönen und großzügigen Gratanstieg im festen und rauen Felsen. Die Route ist nicht immer leicht zu finden. Vom Einstieg zum Gipfel sind es 1300 Hm mit mehrfachem Auf- und Abstieg mit einem Zeitbedarf von 8- 12 Stunden von der Hütte.
Der S-Grat steilt sich aus einer Folge von Türmen auf: Pie Gamba (1. Turm, wird nicht erstiegen, sondern auf seiner rechten, östlichen Seite umgangen), zwei unbedeutende Gendarmen (2. Turm), Pointe Welzenbach (3355 m), Pointe Brendel (3499 m), Poime Ottoz und Poime Bich (3753 m).

Aig. Noire zum Biv. Craveri

Einige Meter unterhalb des Gipfels befindet sich die erste Abseilsteile. Nach mehrmaligem Abseilen, über die zum Teil senkrechten und überhängenden Aufschwünge im NNW-Grat, erreicht man eine Schulter in halber Grathöhe. Durch den großen Kamin der W-Flanke wird teilweise 200 m überhängend abseilt. Über Platten weiter abseilen bis in das Schneecouloir und von dort in die Scharte (4-5 Std.). Über Felsstufen sowie Bänder zum SW-Grat der Pte. Casati und über diesen Grat zum Gipfel. Abseilen in die Breche Centrale des Dames Anglaises. Es folgt der Turm Isolée, dessen Schulter über eine glatte steile Wand, einem schrägen Riss und einen Kamin erreicht wird. Links ansteigend queren bis oberhalb der Brèche N des Dames Anglaises und danach in die Scharte zum Biv. Craveri abseilen (2-3 Std.).

Biv. Craveri zum Col de Peuterey

Von der Biwakschachtel quert man über brüchige Felsen zum ersten Grataufschwung des SO-Grats der Aig. Blanche de Peuterey. Über eine plattige Rinne wird ein Gratturm erreicht, von dem aus es über ein Couloir und unschwierigen Fels auf den SO-Grat der Aig. Blanche geht. Man folgt diesem und umgeht die Pointe Gugliermina. Über Rippen und Couloirs erreicht man über die dritte Rippe wieder den Grat und folgt ihm bis zu einer Scharte (etwa 3900 m). Von dieser Scharte zurück zum Grat, bis der Felsgrat in Firn übergeht und zum SO-Gipfel (4107 m) führt (3 Std.). Über den ausgesetzten Grat geht es bis zum Turm des Zentralgipfels, den man umgeht. Über Felsen und einer steile Eiszone (55 Grad), mit einem schwierig zu überwindenden Bergschrund, erreicht man den Col de Peuterey (2 Std.).

Col de Peuterey zum Mont Blanc

Vom Col de Peuterey (3934 m) sind es noch gut 800 m Höhenmeter zum Montblanc de Courmayeur bei einer Kammlänge von ca. 1,7 km. Zunächst quert man auf der Frêney-Seite den Firnhang leicht ansteigend zum bisweilen schwierig zu überschreitenden Bergschrund. Es folgt eine steile Eiszone (55 Grad), die zu den Felsen führt. Nun ohne eindeutig vorgeschriebenen Routenverlauf direkt hinauf zum Felsgrat auf den Pilier d' Angle. Ein von wenigen Felsen durchzogener Eisgrat (50 Grad) führt im Anschluss zum Montblanc de Courmayeur (500 Hm) und von dort um Montblanc (5-10 Std.).

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